Tipp 1 Immer gut lüften! Silberfische mögen keine kühle und trockene Luft.

Tipp 2 Kartoffelstücke auslegen und die angelockten Tiere einsammeln!

Tipp 3 Köderdosen aufstellen! Damit bekämpfen Sie größere Populationen.

Hätten Sie's gedacht?

Silberfische sind weithin als Schädlinge verschrien, doch in der Tat können Sie auch als Nützlinge gelten. Sie vertilgen Schimmelpilze und Hausstaubmilben. Dies ist offensichtlich nützlich und außerdem zeigen Silberfischchen an, dass es in ihrer Umgebung Schimmelpilze, d.h. ein Befall durch den Schimmel geben kann. Es wäre jedoch falsch zu behaupten, dass die Tierchen ein handfestes Indiz für Schimmelbefall sind.

Wir kennen die kleinen silbrigen Tierchen unter einem deutschen und einem wissenschaftlichen Namen. Im Englischen gibt man ihnen verschiedenste Namen z.B. fishmots, zu deutsch Fishmotten, oder carpet sharks, was so viel bedeutet wie Teppichhaie.

Silberfsiche sind Sechsfüßer (Hexapoda), gehören zur Klasse der Insekten (Insecta), der Ordnung der Fischchen (Zygentoma), der Familie Lepismatidae, darunter der Gattung Lepisma und die Art kennen wir: Silberfischchen.

Bekämpfen ja, aber natürlich!

Eine Bitte an Sie: achten Sie darauf bei der Bekämpfung der kleinen Fischchen nicht Ihrer Familie und sich zu schaden. Nutzen Sie sanfte Methoden wie die auf unserer Seite vorgestellten natürlichen Hausmittel oder eine biologische Köderdose ohne Chemie. Dies empfehlen wir nicht nur beim Bekämpfen von Silberfischen, sondern bei allen Hausschädlingen. Zur Liebe zur Umwelt und Ihrer Mitmenschen.

Vielen Dank, im Namen der Insekten

PS: viele Insekten sind Nützlinge! Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal eine Hornisse verjagen - Hornissen vertilgen Wespen - oder eine Florfliege töten - Florfliegen sind natürliche Feinde von Blattläusen.

Weiterführende Links

Wikipedia - Systematik, Entwicklung und Lebensweise

Hausgarten.net - Tipps gegen Silberfische

Silberfische.info - Hausmittel zum Bekämpfen

Silberfsich-Video bei Youtube

Silberfische bekämpfen - Bekämpfung von Silberfischchen

Silberfischchen, mit lateinischem Namen Lepisma saccharina, sind etwa ein Zentimeter große flügellose Insekten, deren Schuppen bei Licht metallisch glänzen. Sie gehören zu den ältesten Tieren der Welt. Für den Menschen sind sie zwar harmlos, vor allem wenn es sich um einzelne Exemplare handelt, trotzdem legt aber niemand besonderen Wert darauf, sie in seiner Wohnung zu haben. Krankheiten übertragen sie nicht und sie lösen auch keine Allergien aus, sie nagen jedoch vieles an und können dadurch recht große Schäden verursachen.




So leben Silberfischchen

Silberfische auf dem HolzbodenSilberfische mögen es warm und feucht, deshalb sind sie am ehesten dort zu finden, wo sie diese Lebensbedingungen vorfinden. Im privaten Umfeld sind das vor allem Küche und Bad, doch auch in Vorratsräumen nisten sie sich gern ein, weil sie dort genügend Nahrung finden. Tagsüber sind diese Insekten selten zu sehen, denn sie sind sehr lichtscheu und verstecken sich dann in Ritzen und Spalten im Mauerwerk, in Fugen von Fliesen oder hinter Möbeln und losen Tapeten. Erst nachts gehen sie auf Nahrungssuche und ernähren sich besonders gern von Stärke und Zucker, was ihnen in manchen Gegenden den Namen Zuckergast eingebracht hat. Auch Dextrin fressen sie gern, dieser Stoff wird in vielen Klebstoffen und auch in Tapetenkleister verwendet. Daneben schmecken ihnen aber auch Haare und Hautschuppen, Stoffe aus natürlichen Fasern und Insekten. Hausstaubmilben und Schimmelpilze gehören ebenfalls zu ihrer Nahrung, sodass sie auch als durchaus nützlich angesehen werden können. Nicht so schön dagegen ist, dass sie Bucheinbände und Papier annagen.

Silberfischchen erfolgreich bekämpfen

Um Silberfische loszuwerden ist vor allem die Suche nach der Ursache wichtig. Ritzen, in denen sie sich verstecken können, sollten daher sorgfältig geschlossen und Räume regelmäßig gelüftet werden, um die Luftfeuchtigkeit zu senken. Vor allem im Badezimmer sollten daher bei einem Befall nach einem Bad Wände und Fußboden getrocknet und das Fenster geöffnet werden. Ebenso ist ein regelmäßiges Wischen notwendig, um Haare und Hautschuppen zu entfernen. Hierzu eignen sich vor allem Reinigungsmittel, die Essig oder Zitronenextrakt enthalten, weil diese Duftstoffe den Tieren sehr unangenehm sind. Noch stärker in seiner Wirkung ist Salmiakwasser, das in betroffenen Räumen aufgestellt wird. Es ist jedoch auch für Menschen gefährlich und sollte daher vorsichtig verwendet werden.

Ein altes Hausmittel ist eine geriebene oder aufgeschnittene Kartoffel, die auf dem Boden ausgelegt wird. Durch sie werden Silberfischchen angelockt und können dann aufgesammelt und entfernt werden. Neben Stärke mögen Silberfische auch gern zuckerhaltige Nahrungsmittel, deshalb kann als Lockstoff auch Zucker oder Honig verwendet werden.

Köderdosen sind ebenfalls erfolgreich bei der Bekämpfung von Silberfischchen. Sie enthalten Fraßköder, die mit Insektiziden versetzt sind. Diese wirken auf das Nervensystem der Insekten, lähmen und töten sie. Zum Teil töten sie auch eine eventuell vorhandene Brut gleich mit. Solche Mittel sind auch als Pulver oder Spray erhältlich, die direkt in die Schlupfwinkel der Silberfischchen eingebracht werden können. Daneben gibt es aber auch Produkte, die auf Kieselsäure oder Plankton basieren. Sie trocknen die Insekten aus, indem sie ihren Schutzpanzer zerstören, sind ungiftig für Menschen und daher vor allem in Haushalten mit Kindern und Haustieren weniger bedenklich.

Silberfische sind Urtiere. Weil ihre Entstehung viele Ursachen haben kann, gibt es so viele Fragen zu ihren Vorlieben und Schwächen.

Wissenschaftlich nur als "Lepisma saccharina" be- kannt, finden sie oft Unterschlupf in der Wohnung, etwa im Bad. Da ist Hilfe gefragt!